Die wichtigsten Argumente für den Erhalt von Imprägnierölen
Argumente „pro“ Holzschwelle
- Imprägnieröl ist das älteste Imprägniermittel der Welt und hat sich langjährig bewährt
- Die heute verwendeten, modernen Imprägnieröle haben mit den früheren Ölen kaum noch etwas gemein, da die Hersteller ihre Produkte - bei unveränderter Wirksamkeit - im Hinblick auf den Arbeits- und Umweltschutz ständig weiterentwickelt und verbessert haben
- Mit Imprägnieröl behandelte Althölzer sind am Ende ihrer Nutzungsdauer problemlos energetisch verwertbar und weisen einen hohen Energiewert auf, was zu einer sehr guten Ökobilanz beiträgt
- Imprägnieröl ist schwermetallfrei und besitzt eine hohe Wirksamkeit gegen alle Schadorganismen von Bedeutung (auch Termiten, die in Europa auf dem Vormarsch sind)
- Imprägnieröl ist nur schwer/nicht wasserlöslich ⇨ geringe Mobilität im Boden
- Jedes Einsatzgebiet, dass für heimische Holzarten mit Hilfe von Imprägnierölen verfügbar gemacht werden kann ist unter Klimaschutzgesichtspunkten positiv zu bewerten (CO2-Neutralität)
- Arbeitsplatzmessungen bestätigen einen Benzo(a)pyrengehalt unterhalb der zulässigen Grenzwerte
- Der notwendige Arbeitsschutz (Vermeidung des Einatmens von Aerosolen und des Hautkontakt) ist durch einfache Maßnahmen erreichbar (Verwendung von Hautschutzcreme, Tragen von Schutzhandschuhen, Atemschutzmasken, Augenschutz, Schutzanzug usw.) – bestehende Vorschriften werden in den Betrieben konsequent eingehalten
- Eine Überwachung der Imprägnierbetriebe durch die Aufsichtsbehörden stellt sicher, dass die gesetzlichen Auflagen an den Arbeits- und Umweltschutz eingehalten werden
- Die Imprägnierbetriebe haben in der Vergangenheit umfangreiche Investitionen für technische Maßnahmen getätigt, die dem Arbeits- und Umweltschutz dienen
- Die derzeitigen Regelungen u.a. in der Chemikalien-Verbotsverordnung sind völlig ausreichend, um Gesundheitsschäden bei den Anwendern wirksam sicherzustellen
- Das Verschwinden von Imprägnieröl stellt die Existenz vieler Imprägnierbetriebe in Frage und vernichtet viele Arbeitsplätze - zumeist in strukturschwachen Gebieten
Spezielle Holzschwellen bezogene Argumente
- Eine Auswechslung von Einzelschwellen bei Strecken durch Betongleisschwellen ist nicht möglich, da dann alle Schwellen in dem betroffenen Abschnitt ausgetauscht werden müssten
- Wegen ihrer elektrischen Leitfähigkeit (Signaltechnik) können keine mit Holzschutzsalzen imprägnierte Holzschwellen eingesetzt werden
- Wenn Holz durch Beton ersetzt wird, muss auch die Unterkonstruktion (Gleisbett) geändert werden; eine erhebliche Verstärkung des Schotterbetts ist dann notwendig, was wiederum hohe Kosten verursacht
- Der alternative Einsatz von unimprägnierten Tropenhölzern ist in Bezug auf die Nachhaltigkeit der Rohstoffgewinnung fragwürdig
- Vorhandene Eisenbahnbrücken können aus technischen Gründen nicht auf Betonschwellen umgerüstet werden (Statik, Lärm, Höhenanpassung)
- Holzschwellen sind unempfindlich gegenüber Bruchbelastungen ⇨ gut geeignet in Einsatzbereichen mit Entgleisungsgefahr (Schwerlastbereich – Rangierbetrieb)
- Die besonderen Dämpfungseigenschaften der Holzschwelle bieten erhebliche Vorteile im Bezug z.B. auf Lärmemissionen und Erschütterungen, daher sind sie besonders vorteilhaft in Gegenden mit hoher Lärmbelastung (z.B. Rheintal) und auf Brücken
- Holzschwellen sind besonders gut geeignet für den Einsatz in Bögen mit engen Radien und auf Gebirgsstrecken
- Holzschwellen sind bei Weichen unverzichtbar
- Der Austausch von Holzschwellen durch Betonschwellen in Tunneln ist wegen mangelndem Profil nicht möglich ⇨ Tunnelneubau notwendig
- Nur Imprägnieröle ermöglichen den Einsatz des nachwachsenden Rohstoffes Holz aus heimischen Wäldern im Gleisbau
- Imprägnieröl ist wegen der hohen Wirksamkeit gegen Termiten sehr wichtig für den Export von Holzschwellen (z.B. nach Afrika, Arabien, Naher Osten)




