Die wichtigsten Argumente für den Erhalt von Imprägnierölen

Spezielle Holzschwellen bezogene Argumente

  • Eine Auswechslung von Einzelschwellen bei Strecken durch Betongleisschwellen ist nicht möglich, da dann alle Schwellen in dem betroffenen Abschnitt ausgetauscht werden müssten
  • Wegen ihrer elektrischen Leitfähigkeit (Signaltechnik) können keine mit Holzschutzsalzen imprägnierte Holzschwellen eingesetzt werden
  • Wenn Holz durch Beton ersetzt wird, muss auch die Unterkonstruktion (Gleisbett) geändert werden; eine erhebliche Verstärkung des Schotterbetts ist dann notwendig, was wiederum hohe Kosten verursacht
  • Der alternative Einsatz von unimprägnierten Tropenhölzern ist in Bezug auf die Nachhaltigkeit der Rohstoffgewinnung fragwürdig
  • Vorhandene Eisenbahnbrücken können aus technischen Gründen nicht auf Betonschwellen umgerüstet werden (Statik, Lärm, Höhenanpassung)
  • Holzschwellen sind unempfindlich gegenüber Bruchbelastungen ⇨ gut geeignet in Einsatzbereichen mit Entgleisungsgefahr (Schwerlastbereich – Rangierbetrieb)
  • Die besonderen Dämpfungseigenschaften der Holzschwelle bieten erhebliche Vorteile im Bezug z.B. auf Lärmemissionen und Erschütterungen, daher sind sie besonders vorteilhaft in Gegenden mit hoher Lärmbelastung (z.B. Rheintal) und auf Brücken
  • Holzschwellen sind besonders gut geeignet für den Einsatz in Bögen mit engen Radien und auf Gebirgsstrecken
  • Holzschwellen sind bei Weichen unverzichtbar
  • Der Austausch von Holzschwellen durch Betonschwellen in Tunneln ist wegen mangelndem Profil nicht möglich ⇨ Tunnelneubau notwendig
  • Nur Imprägnieröle ermöglichen den Einsatz des nachwachsenden Rohstoffes Holz aus heimischen Wäldern im Gleisbau
  • Imprägnieröl ist wegen der hohen Wirksamkeit gegen Termiten sehr wichtig für den Export von Holzschwellen (z.B. nach Afrika, Arabien, Naher Osten)