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Beitrag zum Klimaschutz

Schienenverkehr und Holzschwellen als CO2-Senker

Wussten Sie schon, dass der Einsatz von Holzschwellen im Schienenverkehr einen erheblichen Beitrag zum Klimaschutz leistet?

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Beitrag zum Klimaschutz

Schienenverkehr und Holzschwellen als CO2-Senker 

Wussten Sie schon, dass der Einsatz von Holzschwellen im Schienenverkehr einen erheblichen Beitrag zum Klimaschutz leistet?

Während ihres Wachstums entziehen Bäume der Atmosphäre CO2 und speichern es im Holz. Dieses CO2 verbleibt auch nach ihrer Fällung (der Ernte) im Holz und dem daraus hergestellten Holzprodukt - und zwar so lange, wie letzteres genutzt wird. Und je länger CO2 auf diese Weise der Atmosphäre entzogen bleibt, desto besser für das Klima! Geeignete vorbeugende Schutzmaßnahmen sorgen zudem für eine deutliche Verbesserung der natürlichen Dauerhaftigkeit von Holzprodukten mit der Folge, dass sich der Nutzungs- und damit der CO2-Speicherungszeitraum zeitlich weiter verlängert.

Gleis- und Weichenschwellen aus Holz sind hervorragende CO2-Speicher: In 1 Kubikmeter Holz sind etwa 0,9 Tonnen CO2 gespeichert. Umgerechnet auf eine Buchen-Einzelschwelle mit einem Volumen von 0,108 Kubikmeter und einer durchschnittlichen Rohdichte im darrtrockenen Zustand von 680 Kilogramm/Kubikmeter entspricht dies einer CO2-Speicherkapazität von 0,135 Tonnen!

Die Streckennetzlänge der Deutschen Bahn beträgt derzeit (Zahlen 2018) genau 33.299 Kilometern, entsprechend einer Gleislänge von 60.803 Kilometern. Davon sind auf 6.624 Kilometern und 51 Kilometern Brückenstrecken Holzschwellen verbaut, insgesamt ca. 11,1 Millionen Stück. Somit hat Holz ohne Berücksichtigung der Weichenschwellen einen Anteil von 11 Prozent. Die Gesamt-CO2-Speicherkapazität von Holzschwellen beträgt etwa 1,5 Mio. Tonnen CO2! Bezogen auf die in Deutschland in allen Holzprodukten insgesamt gespeicherten, rund 118 Millionen Tonnen CO2 (Quelle: „Holz ist der Rohstoff der Nachhaltigkeit“ in www.forstwirtschaft-in-deutschland.de) sind dies 1,27 Prozent! Gäbe es keine technischen und sonstigen Beschränkungen, könnte sich dieser Wert bei kompletter Umrüstung des Gleisnetzes der Deutschen Bahn auf Holzschwellen theoretisch auf mehr als 11,5 Prozent, also mehr als 1 Mrd. Tonnen CO2 erhöhen. Dieser Speichereffekt hält übrigens bei fachgerecht und mit einem zugelassenen Schutzmittel imprägnierten Holzschwellen über eine Nutzungsdauer von mehreren Jahrzehnten an…

Und last but not least: Am Ende ihres Lebenszyklus geben Holzschwellen die in ihnen gespeicherte CO2-Menge zwar wieder ab, diese wird jedoch wiederum von den nachwachsenden Bäumen gespeichert. So werden Holzschwellen Teil eines in sich geschlossenen, neutralen CO2-Kreislaufs.

 

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